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title: "Peak Shaving: Lastspitze senken, Netzentgelt sparen | e-nova"
canonical_url: "https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/peak-shaving"
last_updated: "2026-10-13T09:00:00+02:00"
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  description: "Energiekosten senken in Hotellerie & Gastronomie. Kostenlos, transparent, unverbindlich."
  "og:description": "Wie die höchste Viertelstunde des Jahres das Netzentgelt bestimmt, welche Hebel Lastspitzen ohne Investition senken und wann sich ein Batteriespeicher rechnet."
  "og:title": "Peak Shaving — Lastspitzen reduzieren, Netzentgelte sparen"
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RLM & Lastgang10 Min LesezeitStand 13. Oktober 2026

# **Peak Shaving — **Lastspitzen reduzieren, Netzentgelte sparen

Peak Shaving ist die gezielte Senkung der ****höchsten Viertelstunden-Leistung**** eines Stromanschlusses, um den Leistungspreis im Netzentgelt zu reduzieren. Bei registrierender Leistungsmessung bestimmt eine einzige Viertelstunde im Jahr, was der Netzbetreiber für zwölf Monate abrechnet — wer sie senkt, zahlt weniger.

**Ratgeber **

Dieser Ratgeber zeigt, wie der Leistungspreis entsteht, wie Sie echte Spitzen im Lastgang von harmlosen unterscheiden, welche Hebel ohne Investition wirken und wann ein Batteriespeicher den Rechenweg besteht — mit einer offen gelegten Beispielrechnung von 400 kW auf 320 kW.

**01**** Definition **

## **Was Peak Shaving ist **

Peak Shaving — wörtlich „Spitzen abrasieren" — bedeutet, die ****Jahreshöchstleistung**** eines Anschlusses zu senken, ohne den Jahresverbrauch zu verändern. Der Strom wird nicht gespart, sondern ****zeitlich verteilt****: Verbraucher laufen nacheinander statt gleichzeitig, oder ein Speicher liefert in der kritischen Viertelstunde einen Teil der Leistung.

Relevant ist das nur für Anschlüsse mit [~~registrierender Leistungsmessung (RLM)~~](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/rlm-zaehler) — in Deutschland Pflicht ab 100.000 kWh Jahresverbrauch. Dort misst der Zähler alle 15 Minuten die mittlere Wirkleistung, und der höchste dieser 35.040 Werte im Jahr wird zur abgerechneten Leistung.

**02**** Netzentgelt-Logik **

## **Warum die Spitzenlast Geld kostet **

Das Netzentgelt für leistungsgemessene Anschlüsse besteht nach § 17 Abs. 2 StromNEV aus zwei Teilen: einem ****Jahresleistungspreis in €/kW****, multipliziert mit der Jahreshöchstleistung, und einem ****Arbeitspreis in ct/kWh****, multipliziert mit der entnommenen Arbeit. Der Leistungsanteil hängt an genau einer Zahl — der höchsten Viertelstunde des Abrechnungsjahres.

Welche Preiszeile gilt, entscheiden die ****Benutzungsstunden****: Jahresverbrauch in kWh geteilt durch Jahreshöchstleistung in kW. Preisblätter unterscheiden zwei Bänder — unter 2.500 Stunden ein niedriger Leistungspreis mit hohem Arbeitspreis, ab 2.500 Stunden ein hoher Leistungspreis mit niedrigem Arbeitspreis. Beide Geraden schneiden sich rechnerisch bei 2.500 Stunden; welche greift, ergibt sich aus dem eigenen Profil.

**Leistungspreise 2026 — Größenordnungen aus veröffentlichten Preisblättern **

| **Netzbetreiber** | **NS < 2.500 h** | **NS ≥ 2.500 h** | **MS ≥ 2.500 h** |
| --- | --- | --- | --- |
| **Stadtwerke Bayreuth (vorgelagert: Bayernwerk Netz)** | 15,96 € + 6,76 ct | 114,00 € + 2,84 ct | 122,10 € + 0,72 ct |
| **NEW Netz (Niederrhein)** | 30,46 € + 5,70 ct | 140,53 € + 1,29 ct | 118,34 € + 0,57 ct |
| **Weitere Netzgebiete (Spanne)** | ca. 15–40 € | ca. 100–200 € | ca. 100–130 € |

€ je kW und Jahr plus Arbeitspreis in ct/kWh, netto, Preisstand 1. Januar 2026. NS = Niederspannung, MS = Mittelspannung. Die Spanne in der letzten Zeile fasst weitere vorläufige und endgültige Preisblätter 2026 zusammen. Maßgeblich ist immer das Preisblatt des eigenen Netzbetreibers.

**Jahres- oder Monatsleistungspreis **

Standard ist das Jahresleistungspreissystem: Die höchste Viertelstunde des Jahres zählt zwölf Monate lang. Viele Netzbetreiber bieten auf Antrag ein ****Monatsleistungspreissystem**** — jeder Monat wird mit seiner eigenen Spitze abgerechnet, zu typischerweise 18–24 €/kW je Monat. Das lohnt sich, wenn die Spitze nur in wenigen Monaten auftritt (Saisonbetrieb, Kampagnenfertigung): Bei 120 €/kW Jahrespreis und 20 €/kW Monatspreis liegt der Wendepunkt bei etwa sechs Monaten mit hoher Last.

Die Konsequenz: Bei 120 €/kW kostet jedes kW Spitze, das nur ein einziges Mal im Jahr anfällt, 120 € — egal ob dahinter ein Produktionstag oder ein unglücklicher Montagmorgen steht.

**03**** Analyse **

## **Spitzen identifizieren im Lastgang **

Nicht jede Spitze, die ein Betrieb spürt, ist eine Spitze für den Netzbetreiber. Abgerechnet wird der ****Mittelwert über 15 Minuten****. Der Anlaufstrom eines Motors dauert Sekunden und geht in diesem Mittel fast unter. Was die Abrechnung treibt, ist ****Gleichzeitigkeit****: mehrere große Verbraucher, die über mehrere Minuten derselben Viertelstunde parallel laufen.

Grundlage ist der Lastgang der letzten zwölf Monate — 35.040 Viertelstundenwerte, die der Netz- oder Messstellenbetreiber auf Anfrage als Datei bereitstellt. Wie Sie die Datei lesen, erklärt der Ratgeber zur [~~Lastgangmessung~~](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/lastgangmessung). Für Peak Shaving reichen fünf Schritte:

1. **1 **

   ****Die höchsten 20 Viertelstunden sortieren.**** Liegen sie alle in derselben Woche oder streuen sie über das Jahr? Ein einzelner Ausreißer ist billiger zu beseitigen als ein täglich wiederkehrendes Muster.
2. **2 **

   ****Wochentag, Uhrzeit, Saison zuordnen.**** Montag 6:15 Uhr deutet auf Anfahren nach dem Wochenende, Juli 15:00 Uhr auf Klimatisierung, Dezember 7:00 Uhr auf Heizung plus Beleuchtung.
3. **3 **

   ****Verursacher benennen.**** Schichtplan, Betriebstagebuch und Typenschilder der größten Verbraucher reichen oft aus. Wo nicht, hilft eine temporäre Untermessung an Kälte, Druckluft oder Lüftung.
4. **4 **

   ****Zielwert setzen und zählen.**** Wie viele Viertelstunden im Jahr liegen über dem Ziel, etwa 20 % unter der heutigen Spitze? Sind es 10, reicht ein Timer. Sind es 800, braucht es Lastmanagement oder Speicher.
5. **5 **

   ****Dauer der Spitzen messen.**** Kurze Spitzen von 15–30 Minuten lassen sich verschieben oder puffern. Plateaus über mehrere Stunden sind Grundlast in Verkleidung — dort hilft nur ein anderer Betriebsablauf.

*Erst die Zahl der Viertelstunden über dem Ziel sagt, welcher Hebel passt. *

**04**** Hebel 1 **

## **Lastverschiebung ohne Investition **

Die meisten Spitzen entstehen aus Gewohnheit, nicht aus Notwendigkeit — alles startet um Punkt sechs. Fünf Hebel, die nur Organisation kosten:

**01**### **Timer und gestaffeltes Anfahren **

Boiler, Speicherheizungen, Lüftung und Öfen bekommen versetzte Startzeiten im Abstand von einigen Minuten. Was heute in einer Viertelstunde anläuft, verteilt sich auf drei — die Spitze sinkt um den Anteil, der vorher gleichzeitig lief.

**02**### **Schichtplanung **

Energieintensive Arbeitsgänge — Härten, Trocknen, Wäscherei, Spülstraße — werden in Zeiten gelegt, in denen andere Großverbraucher stillstehen. Der Verbrauch bleibt gleich, die Gleichzeitigkeit sinkt.

**03**### **Kompressoren und Kälte als Puffer nutzen **

Druckluftbehälter und Kühlräume speichern Energie physisch. Wer den Druckluftspeicher ****vor**** dem Linienstart füllt und Kühlräume vor der Mittagsspitze um ein Grad tiefer fährt, kann Kompressor und Kälteanlage in der kritischen Viertelstunde pausieren lassen.

**04**### **Lademanagement für die E-Flotte **

Zehn Ladepunkte mit je 22 kW sind rechnerisch 220 kW — ohne Steuerung landen sie in der Feierabend-Viertelstunde. Dynamisches Lademanagement verteilt eine feste Lastgrenze auf die Fahrzeuge; über Nacht sind trotzdem alle voll.

**05**### **Lastmanagement-System **

Ein Lastmanagement rechnet innerhalb der laufenden Viertelstunde hoch, ob die Grenze gerissen wird, und schaltet freigegebene Verbraucher nach Priorität kurz ab — Klimatisierung vor Kühlung, Kühlung vor Produktion. Voraussetzung ist eine saubere Prioritätenliste.

**05**** Hebel 2 **

## **Batteriespeicher zur Pufferung **

Ein Speicher lädt in lastschwachen Zeiten und entlädt in der Spitze. Für Peak Shaving zählen zwei Größen getrennt: Die ****Leistung in kW**** bestimmt, wie viel Spitze er abfangen kann, die ****Kapazität in kWh****, wie lange. Kurze, hohe Spitzen brauchen wenig Kapazität — das ist der Fall, in dem sich ein Speicher am ehesten rechnet.

Zwei Bedingungen zählen mehr als das Datenblatt: Der Speicher muss zwischen zwei Spitzen voll laden können, ohne selbst eine neue Spitze zu erzeugen. Und er muss das an jedem Tag des Jahres schaffen — eine einzige verpasste Viertelstunde setzt die Jahreshöchstleistung auf den alten Wert zurück. Hersteller und Systemintegratoren solcher Systeme führt das Verzeichnis der [~~Gewerbespeicher-Anbieter und Hersteller~~](https://www.e-hoga.com/anbieter/stromspeicher-gewerbe).

**Der Rechenweg — als Methode, nicht als Versprechen **

1. **1 **

   ****Zielspitze festlegen:**** vermiedene kW = heutige Spitze minus Ziel. Erst nach Hebel 1 rechnen — was Timer schon erledigen, muss kein Speicher leisten.
2. **2 **

   ****Kapazität bestimmen:**** vermiedene kW × längste Spitzendauer in Stunden, plus 20–30 % Reserve für Alterung und Entladeschutz. 80 kW über eine halbe Stunde sind 40 kWh nutzbar — als Speicher eher 50–60 kWh.
3. **3 **

   ****Jährliche Ersparnis:**** vermiedene kW × Leistungspreis des eigenen Preisblatts. Dazu kommen gegebenenfalls Erlöse aus verschobenem Solarstrom — getrennt rechnen, nicht vermischen.
4. **4 **

   ****Amortisationsschwelle:**** Investition ÷ jährliche Ersparnis = einfache Amortisation in Jahren, vor Zinsen, Wartung und Kapazitätsverlust. Gewerbespeicher kosten 2026 je nach Größe und Leistungsdichte typischerweise 400–800 € je kWh.

Liegt die einfache Amortisation nahe an der Lebensdauer von Zellen und Wechselrichter, trägt das Netzentgelt den Speicher nicht allein. Dann braucht es einen zweiten Nutzen — Eigenverbrauch aus Photovoltaik, Laden bei günstigen Börsenpreisen — oder man bleibt bei Hebel 1. Wer die Umsetzung vergeben will, findet im Verzeichnis [~~Anbieter für Peak Shaving und Lastmanagement (kuratiert)~~](https://www.e-hoga.com/anbieter/peak-shaving) — kostenlos gelistet, alphabetisch, ohne Provision.

**06**** Branchen **

## **Branchen-Profile: wo die Spitze herkommt **

Die Verursacher wiederholen sich je Branche — und damit auch der erste Hebel.

**Pflege**

**Typische Spitze **

Warmwasser-Boiler, Küche und Wäscherei laufen morgens zwischen 6 und 9 Uhr gleichzeitig an — dazu Lüftung und Aufzüge.

**Erster Hebel **

Boiler nachts durchladen, Wäscherei erst nach dem Frühstücksdienst starten, Speicherheizungen über Timer entzerren.

**Hotel**

**Typische Spitze **

Klimatisierung an heißen Nachmittagen trifft auf Küche, Wellnessbereich und Wäscherei. Die Spitze ist saisonal und wetterabhängig.

**Erster Hebel **

Räume vor der Hitzephase vorkühlen, Sauna- und Pool-Aufheizung staffeln, Küchengeräte außerhalb des Kältepeaks vorheizen.

**Produktion**

**Typische Spitze **

Montagmorgen fahren Kompressoren, Öfen, Lüftung und Maschinen in derselben Viertelstunde hoch. Dazu Hallenheizung im Winter.

**Erster Hebel **

Gestaffeltes Anfahren im Abstand von Minuten, Druckluft-Speicher füllen bevor die Linie startet, automatisches Lastmanagement mit Prioritäten.

**Handel / Kühlung**

**Typische Spitze **

Abtauzyklen der Kühlmöbel, Backstation und Beleuchtung fallen beim Öffnen zusammen — in Filialnetzen an jedem Standort gleich.

**Erster Hebel **

Abtauzeiten über den Tag verteilen, Backöfen zeitversetzt vorheizen, Lastgrenzen pro Filiale im Kältemanagement hinterlegen.

**07**** Beispielrechnung **

## **Beispielrechnung: 400 kW → 320 kW **

Ein Produktionsbetrieb in der Niederspannung mit 1.200.000 kWh Jahresverbrauch und einer Jahreshöchstleistung von 400 kW. Annahmen, bewusst offen gelegt:

- ****Leistungspreis 120 €/kW**** — Annahme im Bereich der Niederspannungs-Preisblätter 2026 ab 2.500 Benutzungsstunden; das eigene Preisblatt kann deutlich darüber oder darunter liegen.
- ****Arbeitspreis 2,00 ct/kWh**** — Annahme; er ändert sich durch Peak Shaving nicht, weil der Verbrauch gleich bleibt.
- ****Benutzungsstunden**** — vorher 1.200.000 ÷ 400 = 3.000 h, nachher 1.200.000 ÷ 320 = 3.750 h. Beide Werte liegen über 2.500 h, die Preiszeile bleibt dieselbe.

**Vorher**

**Jahreshöchstleistung 400 kW **

Leistungsentgelt: 400 kW × 120 € = **48.000 €**

Arbeitsentgelt: 1.200.000 kWh × 2,00 ct = **24.000 €**

**72.000 ****€ / Jahr**

**Netzentgelt netto **

**Nachher**

**Jahreshöchstleistung 320 kW **

Leistungsentgelt: 320 kW × 120 € = **38.400 €**

Arbeitsentgelt: unverändert **24.000 €**

**62.400 ****€ / Jahr**

**Netzentgelt netto **

Die Ersparnis ist die Differenz der Leistungsentgelte: 80 kW × 120 €/kW = 9.600 € pro Jahr, solange die Spitze in ****jeder**** Viertelstunde des Jahres unter 320 kW bleibt. Gelingt das mit Timern und Schichtplanung, ist die Ersparnis fast kostenlos. Braucht es einen Speicher mit 80 kW Leistung und 50–60 kWh Kapazität, liegt die Investition grob bei 30.000–45.000 €; bei 40.000 € sind das gut vier Jahre einfache Amortisation — vor Zinsen, Wartung und Alterung.

****Der Benutzungsstunden-Effekt:**** Läge der Verbrauch bei 950.000 kWh, wären es vorher 2.375 h und nachher 2.969 h — der Betrieb wechselt die Preiszeile. Dann sinkt zwar der Arbeitspreis, der Leistungspreis springt aber von der niedrigen in die hohe Stufe. In solchen Fällen beide Zeilen des Preisblatts komplett durchrechnen; ob die Kappung sich lohnt, zeigt erst die Summe aus beiden Entgelten.

**08**** Grenzen **

## **Was Peak Shaving nicht bringt **- ****Nichts bei Standardlastprofil.**** Anschlüsse bis 100.000 kWh ohne Leistungsmessung zahlen Grundpreis und Arbeitspreis (§ 17 Abs. 6 StromNEV) — es gibt keinen Leistungspreis, der sinken könnte. Den Unterschied erklärt [~~SLP vs RLM~~](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/slp-vs-rlm). - ****Der Energiepreis bleibt.**** Verschobene kWh sind immer noch kWh. Beschaffungspreis, Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Umlagen rechnen je kWh und ändern sich nicht. Ein Speicher kostet sogar einige Prozent Wirkungsgradverlust. - ****Kein Ersatz für individuelle Netzentgelte.**** § 19 Abs. 2 StromNEV ist ein eigenes Instrument: Bei ****atypischer Netznutzung**** muss die Spitze vorhersehbar außerhalb der vom Netzbetreiber veröffentlichten Hochlastzeitfenster liegen — in der Praxis mit mindestens 100 kW Verlagerung, einer Erheblichkeitsschwelle von 30 % in der Niederspannung bzw. 20 % in der Mittelspannung und mindestens 500 € Ersparnis; das Entgelt darf nicht unter 20 % des regulären Entgelts fallen. Die ****intensive Netznutzung**** setzt mindestens 7.000 Benutzungsstunden und über 10 GWh Verbrauch voraus — Industriegrößen, kein Mittelstandsthema. - ****Die Regeln ändern sich ab 2029.**** Die Bundesnetzagentur arbeitet im Verfahren AgNes an einer neuen Netzentgeltsystematik, die die StromNEV ablösen soll; der Entwurf liegt seit August 2026 zur Konsultation. Peak Shaving, das heute über Organisation funktioniert, bleibt davon unberührt — Speicherinvestitionen mit langer Amortisation tragen dieses Risiko mit.

Was Peak Shaving dagegen mitbringt: einen gleichmäßigeren Lastgang. Mehr Benutzungsstunden bedeuten für Versorger weniger Profilrisiko — und beim nächsten Marktvergleich eine bessere Ausgangslage. Wer die Lastspitze in der Anfrage angibt, bekommt Angebote auf das echte Profil statt auf ein Worst-Case-Profil; in der Praxis liegt der Unterschied bei mehreren ct/kWh.

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**Häufige Fragen**

## **Antworten auf die wichtigsten Fragen**

<details><summary>Was ist Peak Shaving?</summary>

~~Peak Shaving ist die gezielte Senkung der höchsten Viertelstunden-Leistung eines Stromanschlusses, um den Leistungspreis im Netzentgelt zu reduzieren. Bei registrierender Leistungsmessung berechnet der Netzbetreiber die Jahreshöchstleistung in kW mit einem Leistungspreis in €/kW — jede vermiedene Spitze senkt diesen Betrag direkt. Die Methoden reichen von Timern und Schichtplanung über Lastmanagement bis zum Batteriespeicher.~~

</details>

<details><summary>Wie wird die Lastspitze beim Netzentgelt berechnet?</summary>

~~Die Lastspitze ist der höchste Viertelstunden-Mittelwert der Wirkleistung im Abrechnungsjahr, gemessen in kW. Der Netzbetreiber multipliziert diesen Wert mit dem Jahresleistungspreis aus seinem Preisblatt (§ 17 Abs. 2 StromNEV); dazu kommt der Arbeitspreis je kWh. Eine einzige hohe Viertelstunde bestimmt damit das Leistungsentgelt für zwölf Monate.~~

</details>

<details><summary>Wie hoch ist der Leistungspreis für Gewerbekunden 2026?</summary>

~~In der Niederspannung liegt der Jahresleistungspreis 2026 je nach Netzgebiet typischerweise zwischen rund 100 und 200 €/kW bei mindestens 2.500 Benutzungsstunden; darunter sind es meist 15–40 €/kW bei einem deutlich höheren Arbeitspreis. In der Mittelspannung sind es häufig rund 100–130 €/kW. Maßgeblich ist ausschließlich das Preisblatt des eigenen Netzbetreibers.~~

</details>

<details><summary>Lohnt sich ein Batteriespeicher für Peak Shaving?</summary>

~~Ein Batteriespeicher lohnt sich, wenn die Spitzen kurz und hoch sind, der Leistungspreis hoch ist und die kWh-Kapazität klein bleiben kann. Der Rechenweg: vermiedene kW × Leistungspreis = jährliche Ersparnis; Investition ÷ Ersparnis = einfache Amortisation. Bei langen Plateaus über mehrere Stunden braucht der Speicher viel Kapazität und rechnet sich selten allein über das Netzentgelt.~~

</details>

<details><summary>Bringt Peak Shaving auch Betrieben mit Standardlastprofil etwas?</summary>

~~Nein, bei Abrechnung nach Standardlastprofil (SLP) gibt es keinen Leistungspreis, der durch Peak Shaving sinken könnte. Netzbetreiber rechnen diese Anschlüsse bis 100.000 kWh nur mit Grundpreis und Arbeitspreis ab (§ 17 Abs. 6 StromNEV). Erst mit registrierender Leistungsmessung wird die Spitze gemessen und bepreist.~~

</details>

<details><summary>Was sind Benutzungsstunden und warum ändern sie den Preis?</summary>

~~Benutzungsstunden sind der Jahresverbrauch in kWh geteilt durch die Jahreshöchstleistung in kW. Ab 2.500 Stunden wechselt das Preisblatt in eine Zeile mit hohem Leistungspreis und niedrigem Arbeitspreis; darunter gilt ein niedriger Leistungspreis mit hohem Arbeitspreis. Peak Shaving erhöht die Benutzungsstunden — liegt ein Betrieb knapp unter 2.500 h, muss die Rechnung beide Zeilen berücksichtigen.~~

</details>

<details><summary>Senkt Peak Shaving auch den Strompreis des Versorgers?</summary>

~~Nur indirekt. Der Energiepreis je kWh bleibt gleich, weil der Verbrauch nicht sinkt — Peak Shaving verschiebt ihn nur. Ein gleichmäßigerer Lastgang mit mehr Benutzungsstunden ist für Versorger aber leichter zu beschaffen und kann beim nächsten ~~ [Angebot auf Basis des Lastgangs](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/lastgangmessung)~~ einen geringeren Profilaufschlag bedeuten.~~

</details>

**Weiterlesen**

## **Tiefer in den RLM-Cluster**

[**01**<h3>**RLM & Lastgang — der Überblick**</h3>Pflicht, Messung, Abrechnung und Tarife für Unternehmen mit Leistungsmessung.**Lesen **](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang) [**02**<h3>**RLM-Zähler erklärt**</h3>Warum Lastspitzen überhaupt erfasst werden und welche Rolle der Zähler spielt.** Lesen **](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/rlm-zaehler) [**03**<h3>**Lastgangmessung konkret auswerten**</h3>Was Sie aus den 15-Minuten-Daten ablesen können — und was nicht.** Lesen **](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/lastgangmessung) [**04**<h3>**SLP vs RLM im Detail**</h3>Vergleichstabelle, Beispielrechnung und welcher Tarif wann passt.** Lesen **](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/slp-vs-rlm)