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title: "Lastgangmessung: 35.040 Messpunkte richtig nutzen | e-nova"
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last_updated: "2026-10-13T09:00:00+02:00"
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  description: "Energiekosten senken in Hotellerie & Gastronomie. Kostenlos, transparent, unverbindlich."
  "og:description": "Was die Lastgangmessung misst, wie Sie an Ihre Viertelstundenwerte kommen, welche Muster und Kennzahlen zählen und wie aus einem Befund eine Maßnahme wird."
  "og:title": "Lastgangmessung: die 35.040 Messpunkte sinnvoll nutzen"
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RLM & Lastgang11 Min LesezeitStand 13. Oktober 2026

# **Lastgangmessung — **die 35.040 Messpunkte sinnvoll nutzen

Die Lastgangmessung erfasst die mittlere Wirkleistung eines Stromanschlusses in ****15-Minuten-Intervallen**** — 96 Werte pro Tag, 35.040 pro Jahr. Für Unternehmen mit mehr als 100.000 kWh Jahresverbrauch ist sie vorgeschrieben (§ 55 MsbG) und zugleich die genaueste Diagnose, die es über den eigenen Stromverbrauch gibt.

**Ratgeber **

Dieser Ratgeber zeigt, was der Lastgang enthält, wie Sie ihn vom Messstellenbetreiber bekommen, welche Muster und Kennzahlen wirtschaftlich zählen und wie aus einem Befund eine Maßnahme wird.

**01**** Messung **

## **Was die Lastgangmessung misst **

Die Lastgangmessung — im Gesetz ****registrierende Lastgangmessung**** — zeichnet auf, wie viel elektrische Leistung ein Anschluss in jeder Viertelstunde im Mittel bezogen hat. Das Ergebnis ist eine Zeitreihe, die nicht nur zeigt, _wie viel_ Strom geflossen ist, sondern _wann_.

Vorgeschrieben ist sie nach ****§ 55 Abs. 1 MsbG**** für Entnahmestellen mit mehr als 100.000 kWh Jahresverbrauch; Erzeugungsanlagen fallen nach § 55 Abs. 3 MsbG ab 100 kW darunter. Bei Gas liegt die Grenze bei 1,5 Mio. kWh pro Jahr, gemessen wird in Stundenwerten. Drei Größen stecken in jedem Lastgang:

- ****Wirkleistung**** in kW als 15-Minuten-Mittelwert — der Kern des Lastgangs. Aus ihr entstehen Verbrauchsmuster, Grundlast und Spitzen.
- ****Blindleistung**** in kvar — fällt bei Motoren und Trafos an. Viele Netzbetreiber berechnen Blindarbeit über etwa 50 % der Wirkarbeit (Leistungsfaktor unter 0,9) mit einem eigenen Preis je kvarh; Schwelle und Preis stehen im Preisblatt.
- ****Jahreshöchstleistung**** — der höchste Viertelstunden-Mittelwert des Abrechnungsjahres. Nach § 17 Abs. 2 StromNEV multipliziert der Netzbetreiber sie mit dem Jahresleistungspreis: Eine einzige Viertelstunde legt einen Kostenblock für zwölf Monate fest.

Eine Stolperfalle gleich zu Beginn: Viele Exporte enthalten nicht kW, sondern ****kWh je Viertelstunde****. Die Umrechnung: kWh je Viertelstunde × 4 = mittlere Leistung in kW. Wer das übersieht, unterschätzt jede Spitze um den Faktor 4.

**02**** Datenzugang **

## **Wie Sie an Ihre Lastgangdaten kommen **

Der Lastgang entsteht beim ****Messstellenbetreiber**** — in der Regel der örtliche Netzbetreiber, nicht Ihr Stromversorger. Der Versorger erhält die Werte werktäglich über die Marktprozesse (GPKE) und kann sie ebenfalls weitergeben. Der direkte Weg in fünf Schritten:

1. **1 **

   ****Zuständigkeit klären:**** Der Messstellenbetreiber steht auf jeder Stromrechnung. Nur wer aktiv einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber beauftragt hat, fragt nicht beim Netzbetreiber.
2. **2 **

   ****Kennungen bereitlegen:**** Marktlokations-ID (11 Stellen) und Messlokations-ID (33 Stellen, beginnt mit „DE") stehen auf der Rechnung. Netzbetreiber ordnen Anfragen darüber zu, nicht über die Kundennummer.
3. **3 **

   ****Weg wählen:**** Kundenportal des Netzbetreibers mit Export der Viertelstundenwerte, Antragsformular zur Datenbereitstellung oder eine formlose E-Mail mit Messlokation und Zeitraum.
4. **4 **

   ****Format festlegen:**** CSV oder XLSX für die eigene Auswertung in der Tabellenkalkulation. MSCONS — das EDIFACT-Nachrichtenformat des Energiemarkts — für Energiemanagement-Software oder Dienstleister mit eigener Kommunikationsadresse. Wählbar sind meist eine laufende monatliche Zusendung oder ein historischer Zeitraum.
5. **5 **

   ****Zeitraum anfordern:**** Mindestens 12 Monate, besser 24 — nur so fällt ein Ausreißerjahr mit Umbau oder Hitzesommer auf. Länger als drei Jahre reicht kaum ein Archiv (Löschfrist nach § 60 Abs. 6 MsbG).

**Anspruch, Vollmacht, Kosten **

Die Messwerte sind Ihre Daten: Als Anschlussnutzer fordern Sie sie beim Messstellenbetreiber an oder bevollmächtigen einen Dritten — Versorger, Dienstleister oder Energieberater. Die Vollmachtsformulare der Netzbetreiber stützen sich auf die Festlegungen der Bundesnetzagentur zur Einwilligung des Anschlussnutzers (BK6-20-160). Der Portal-Export ist meist kostenlos; für laufende Zusendungen oder historische Zeiträume nennen manche Preisblätter ein Entgelt im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Euro-Bereich je Messlokation.

Wer den Weg nicht selbst gehen möchte: e-nova holt den Lastgang auf Wunsch per Vollmacht beim Netzbetreiber ein — Formular unter [~~/vollmacht ~~](https://www.e-hoga.com/vollmacht). Die Werte fließen direkt in den Marktvergleich, inklusive Jahresmenge und Lastspitze.

**03**** Muster **

## **Die wichtigsten Muster: Tagesverlauf, Wochenrhythmus, Saisonalität **

35.040 Werte als eine lange Linie sagen wenig. Drei Darstellungen holen die Struktur heraus.

**01**### **Tagesverlauf — alle Werktage eines Monats übereinander **

96 Punkte je Tag, jeder Tag eine Linie. Worauf Sie achten: Wie steil ist die ****Anfahrrampe**** am Morgen, wie viele Anlagen starten im selben Fenster? Und fällt die Kurve am Abend auf die Nachtgrundlast — oder bleibt ein Sockel stehen, der nicht zur Betriebszeit passt?

**02**### **Wochenrhythmus — die Heatmap **

Wochentag auf der einen Achse, Uhrzeit auf der anderen, die Farbe zeigt die Leistung. Diese Darstellung entlarvt den ****Montagmorgen**** (kalte Anlagen, alle gleichzeitig), zeigt ob das Wochenende wirklich leer ist und macht Blöcke sichtbar, die jede Woche zur selben Minute beginnen — das Muster einer Zeitschaltuhr.

**03**### **Saisonalität — Monatsmaxima und Jahresdauerlinie **

Monatsmengen und Monatsmaxima als Balken zeigen, ob die Spitze im Sommer (Kälte, Klima) oder im Winter (Wärme, Heizstäbe) liegt. Die ****Jahresdauerlinie**** — alle 35.040 Werte absteigend sortiert — beantwortet die Kernfrage für Peak Shaving: Wie viele Stunden liegen über 80 % der Höchstleistung? Sind es wenige, lässt sich die Spitze mit geringem Aufwand kappen.

**04**** Kennzahlen **

## **Kennzahlen: Jahreshöchstleistung, Benutzungsstunden, Gleichzeitigkeit, Grundlast **

Vier Zahlen verdichten den Lastgang auf das, was Netzbetreiber und Versorger tatsächlich bepreisen.

**Was die Benutzungsstunden über das Profil sagen **

| **Stunden** | **Urteil** | **Bedeutung** |
| --- | --- | --- |
| **unter 1.000 h** | Sehr spitz — prüfen | Fast immer ein Datenfehler: Monatsmenge × 12 statt Jahresmenge, oder die Lastspitze ist zu hoch angesetzt. |
| **1.000 – 2.500 h** | Spitzes Profil | Der Versorger preist das Profilrisiko ein. Lastgang beschaffen, Spitzen analysieren, Peak Shaving prüfen. |
| **2.500 – 5.000 h** | Solides Profil | Typischer Gewerbe-Tagbetrieb. Gute Basis für den Marktvergleich. |
| **über 5.000 h** | Flaches Profil | 24/7-Verbrauch, günstig zu beschaffen — ein Individualangebot lohnt sich. |
| **über 8.760 h** | Unmöglich | Ein Jahr hat 8.760 Stunden. Jahresmenge oder Lastspitze ist falsch. |

****Jahreshöchstleistung.**** Der höchste Viertelstundenwert des Jahres, auf RLM-Monatsrechnungen als „Leistung" oder „Lastspitze" ausgewiesen. Der Netzbetreiber rechnet sie mit dem Jahresleistungspreis in €/kW ab; der Versorger liest daraus, wie spitz Ihr Profil ist und wie teuer es zu beschaffen wäre.

****Gleichzeitigkeit.**** Der Gleichzeitigkeitsfaktor setzt die tatsächliche Höchstleistung ins Verhältnis zur Summe der Nennleistungen aller Verbraucher. Nahe 1 läuft fast alles im selben Fenster — Lastmanagement hat dann den größten Hebel. Bei 0,4 und darunter ist die Spitze bereits gut verteilt.

****Grundlast-Spitzenlast-Verhältnis.**** Die Grundlast ist der niedrigste wiederkehrende Wert, typischerweise zwischen 2 und 5 Uhr. Jedes kW Grundlast kostet 8.760 kWh im Jahr: 40 kW Dauerlast sind 350.400 kWh. Ein Verhältnis um 0,2 ist für einen Tagbetrieb normal, 0,5 und mehr deutet auf einen 24/7-Prozess hin — oder auf Verbraucher, die nachts nicht laufen müssten.

Individuelle Netzentgelte nach § 19 Abs. 2 StromNEV beginnen erst bei 7.000 Benutzungsstunden und mehr als 10 GWh im Jahr — für den Mittelstand zählen die Bänder in der Tabelle.

**05**** Spitzen **

## **Verbrauchsspitzen identifizieren **

Eine ****echte Spitze**** kommt aus dem Prozess: Sie tritt wiederholt auf, dauert mehrere Viertelstunden und lässt sich einem Vorgang zuordnen — Öfen heizen auf, Kompressoren laufen an, die Küche startet. Ein ****Anlaufstrom**** dagegen zieht für Sekunden ein Vielfaches der Nennleistung und verschwindet im 15-Minuten-Mittelwert fast vollständig. Viertelstundenspitzen entstehen selten aus Anlaufströmen, sondern aus Gleichzeitigkeit. Wer diese Auswertung nicht selbst machen will, findet im Verzeichnis [~~Dienstleister, die den Lastgang auf Lastspitzen auswerten~~](https://www.e-hoga.com/anbieter/peak-shaving). Vier Fragen trennen Prozess von Zufall:

1. **1 **

   ****Wann?**** Uhrzeit, Wochentag, Monat. Immer Montag 6:15 Uhr ist ein anderer Befund als einmal im August.
2. **2 **

   ****Wie oft?**** Einmalig deutet auf Störung, Test oder Sonderschicht. Wiederkehrend heißt: Das ist Ihr Prozess — und damit planbar.
3. **3 **

   ****Wie lang?**** Eine einzelne Viertelstunde lässt sich verschieben oder abfangen. Ein Plateau über Stunden ist Grundlast des Prozesses und braucht andere Maßnahmen.
4. **4 **

   ****Was lief?**** Produktionsplan, Schichtbuch, Wartungsprotokoll neben den Lastgang legen. Ohne Zuordnung bleibt jede Spitze eine Vermutung.

**Datenfehler, die wie Spitzen aussehen **

- ****Monat × 12 statt Jahresmenge.**** Der häufigste Fehler in Anfragen: Dieselbe Spitze von rund 166 kW ergibt mit einer hochgerechneten Augustmenge von 190.000 kWh gut 1.100 Benutzungsstunden, mit der echten Jahresmenge von 730.000 kWh fast 4.400 — zwei Preisklassen aus einem Rechenfehler.
- ****Ersatzwerte und Lücken.**** Fällt die Fernauslesung aus, bildet der Messstellenbetreiber Ersatzwerte (§ 55 Abs. 2 MsbG). In MSCONS tragen sie ein Statuskennzeichen, in CSV-Exporten fallen sie als Nullreihen oder unnatürlich glatte Abschnitte auf.
- ****Zeitstempel und Einheiten.**** Markiert der Stempel den Beginn oder das Ende der Viertelstunde, Lokalzeit oder UTC? Ein Versatz um ein bis zwei Stunden legt die Anfahrrampe vor den Schichtbeginn. Und kWh je Viertelstunde sind nicht kW — Faktor 4.

**06**** Grundlast **

## **Versteckte Verbraucher finden **

Spitzen bekommen Aufmerksamkeit. Der größere Hebel liegt oft in der Grundlast — sie wirkt in allen 8.760 Stunden des Jahres. Drei Suchmuster:

**01**### **Nachtgrundlast gegen den Soll-Wert halten **

Mitteln Sie die Werte zwischen 2 und 5 Uhr an Werktagen und rechnen Sie dagegen, was nachts laufen muss: Server, Kühlung, Notbeleuchtung. Die Differenz ist Ihr Suchauftrag. Jedes vermeidbare kW Dauerlast sind 8.760 kWh — bei beispielsweise 25 ct/kWh rund 2.200 € pro Jahr.

**02**### **Zeitschaltuhren und Gebäudeautomation **

Blöcke mit scharfen Kanten zu Zeiten ohne Betrieb: die Lüftung, die am Sonntag um 6 Uhr startet, die Außenbeleuchtung bis 9 Uhr, die Klimaanlage, die nachts auf Tagessollwert kühlt. Sieht der Lastgang an Fronleichnam aus wie an einem Donnerstag, kennt die Steuerung den Kalender nicht.

**03**### **Defekte und verschlissene Anlagen **

Eine Grundlast, die über Monate langsam steigt, ist das Signal: Kälteanlagen mit Kältemittelverlust laufen länger, Druckluft-Leckagen lassen den Kompressor nachts takten, ungeregelte Pumpen laufen durch. Vergleichen Sie die Nachtgrundlast mit dem Vorjahr — Verschleiß zeigt sich als Trend, nicht als Sprung.

In Produktionsbetrieben kommt der Stillstand dazu: Maschinen im Leerlauf ziehen oft einen erheblichen Teil ihrer Produktionslast. Der Lastgang zeigt, ob die Pause um 12 Uhr im Diagramm überhaupt zu sehen ist.

**07**** Branchen **

## **Branchenvergleich: typische Profile **

Die Branche gibt die Grundform vor. Die Standardlastprofile des BDEW — G1 für Büros werktags 8 bis 18 Uhr, G3 für durchlaufende Betriebe, G5 für Bäckereien mit Backstube — zeigen diese Formen idealisiert. Ihr gemessener Lastgang zeigt, wo Sie davon abweichen.

| **Branche** | **Tagesverlauf** | **Woche und Saison** | **Profil** | **Typischer Hebel** |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| **Pflegeheim** | Flach, mit Küchen- und Warmwasserspitzen morgens und mittags | Alle 7 Tage ähnlich, Winter etwas höher | Flach — hohe Benutzungsstunden | Warmwasser, Küche und Wäscherei zeitlich entzerren |
| **Hotel** | Morgen- und Abendspitze (Frühstück, Küche, Wellness), Niveau folgt der Belegung | Wochenende und Saison prägen das Bild | Mittel | Sauna und Pools vor der Küchenspitze aufheizen, Klima nach Belegung steuern |
| **Bäckerei mit Backstube** | Nachtspitze zwischen 2 und 7 Uhr, tagsüber Laden und Kühlung | Samstag hoch, Sonntag niedrig | Mittel bis spitz | Öfen gestaffelt anfahren, Kühltechnik in den Tagesstunden prüfen |
| **Bürogebäude** | Werktags 8 bis 18 Uhr, nachts Sockel aus IT, Lüftung und Beleuchtung | Wochenende fast leer, Sommer mit Klimaspitzen | Mittel — Sockel entscheidet | Lüftungs- und Klimazeiten an die Nutzung koppeln, Nachtgrundlast senken |
| **Produktion (1 bis 2 Schichten)** | Schichtblöcke mit steiler Anfahrrampe, Pausen deutlich sichtbar | Montagmorgen am höchsten, Betriebsferien als Lücke | Spitz bis mittel, je nach Schichtmodell | Anfahren staffeln, Druckluft und Standby in Pausen und Nächten |

**08**** Maßnahmen **

## **Vom Befund zur Maßnahme **

Die Auswertung ist nur so viel wert wie die Entscheidung, die folgt. Vier typische Befunde:

**01**### **Befund: Die Jahresspitze liegt immer am Montag um 6:15 Uhr **

Ein Betrieb mit drei Öfen oder Kompressoren, die nach dem Wochenende gleichzeitig anfahren, könnte sie um je 15 Minuten versetzt starten. Die Jahreshöchstleistung sinkt, die Produktion bleibt gleich — und mit der Spitze sinkt der Leistungspreis für das ganze Jahr.

**02**### **Befund: Die Nachtgrundlast liegt bei 40 % der Tageslast **

Ein Bürogebäude mit diesem Verhältnis könnte Lüftungs- und Klimazeiten an die Nutzung koppeln und die Nachtgrundlast Monat für Monat verfolgen. Hier spart jede Maßnahme kWh, nicht nur kW — in jeder Stunde des Jahres.

**03**### **Befund: Unter 2.000 Benutzungsstunden, Spitze nur wenige Stunden im Jahr **

Ein Betrieb mit steiler Jahresdauerlinie könnte prüfen, welche Verbraucher sich aus dem Spitzenfenster verschieben lassen und ob ein Speicher den Rest abfängt. Wie das funktioniert und wo die Grenzen liegen, steht im Ratgeber [~~Peak Shaving ~~](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/peak-shaving).

**04**### **Befund: Über 5.000 Benutzungsstunden, flaches Profil **

Ein Betrieb mit diesem Profil hat ein Beschaffungsargument in der Hand. Mit dem Lastgang in der Versorger-Anfrage gibt es ein Angebot auf das echte Profil statt auf eine Annahme — ab etwa 300 MWh im Jahr ist der Lastgang der Standard für Individualangebote.

**In der Praxis **

Fehlt die Jahreshöchstleistung in einer Anfrage, kalkuliert der Versorger ein Worst-Case-Profil und preist das Risiko ein — der Unterschied kann in der Praxis rund 5 ct/kWh betragen. Bei 400.000 kWh im Jahr sind das 20.000 €, nur weil ein Feld leer blieb. Jahresmenge, Lastspitze und idealerweise der Lastgang gehören in jede Anfrage.

Mit diesen Angaben startet der Vergleich bei e-nova mit vollständigen Daten: Rechnung hochladen oder Werte eintragen, 200+ Versorger werden auf Ihr Profil abgefragt, das Ergebnis liegt als Marktreport vor. Die Provision zahlt der Versorger. Für ein förderfähiges Energieaudit auf Basis desselben Lastgangs listet das Verzeichnis [~~Energieberater mit RLM-Erfahrung (BAFA-förderfähig)~~](https://www.e-hoga.com/anbieter/energieberatung).

[~~Smart-Vergleich starten ~~** — mit Lastspitze und Jahresmenge aus Ihrem Lastgang **](https://www.e-hoga.com/rechner/smart)

**Häufige Fragen**

## **Antworten auf die wichtigsten Fragen**

<details><summary>Was ist eine Lastgangmessung?</summary>

~~Die Lastgangmessung zeichnet die mittlere elektrische Leistung eines Anschlusses für jede Viertelstunde auf — 96 Werte pro Tag, 35.040 pro Jahr. Der Zähler überträgt die Werte automatisch an den Messstellenbetreiber. Aus der Zeitreihe lassen sich Jahreshöchstleistung, Benutzungsstunden, Grundlast und Verbrauchsmuster ablesen.~~

</details>

<details><summary>Ab wann ist die Lastgangmessung Pflicht?</summary>

~~Für Strom ab einem Jahresverbrauch von mehr als 100.000 kWh, geregelt in § 55 Abs. 1 MsbG. Erzeugungsanlagen fallen nach § 55 Abs. 3 MsbG ab 100 kW installierter Leistung darunter. Bei Gas gilt die Grenze von 1,5 Mio. kWh pro Jahr in Stundenwerten.~~

</details>

<details><summary>Wie bekomme ich meine Lastgangdaten?</summary>

~~Beim Messstellenbetreiber — in der Regel der örtliche Netzbetreiber, nicht der Stromversorger. Die meisten bieten ein Kundenportal mit Export der Viertelstundenwerte oder ein Antragsformular mit Marktlokation, Zeitraum und Format (CSV, XLSX oder MSCONS). Alternativ fordert ein Dienstleister oder Ihr Versorger die Daten per Vollmacht für Sie an.~~

</details>

<details><summary>Wie berechne ich die Benutzungsstunden?</summary>

~~Benutzungsstunden = Jahresmenge in kWh geteilt durch Jahreshöchstleistung in kW. Ein Betrieb mit 400.000 kWh und einer Spitze von 160 kW kommt auf 2.500 Stunden. Unterhalb von 2.500 Stunden rechnen die Netzentgelt-Preisblätter mit niedrigem Leistungs- und hohem Arbeitspreis, ab 2.500 Stunden umgekehrt — die Kennzahl entscheidet also über die Preisklasse.~~

</details>

<details><summary>Was ist die Jahreshöchstleistung?</summary>

~~Die Jahreshöchstleistung ist der höchste Viertelstunden-Mittelwert der Wirkleistung innerhalb eines Abrechnungsjahres, angegeben in kW. Der Netzbetreiber multipliziert sie nach § 17 Abs. 2 StromNEV mit dem Jahresleistungspreis — eine einzige Viertelstunde bestimmt einen Kostenblock für zwölf Monate. Auch Versorger lesen daraus ab, wie spitz Ihr Profil ist.~~

</details>

<details><summary>Woran erkenne ich Fehler in meinen Lastgangdaten?</summary>

~~An vier Plausibilitätschecks: Jeder normale Tag hat 96 Werte, der Tag der Sommerzeit-Umstellung 92, der Tag der Winterzeit-Umstellung 100. Lücken oder lange Nullreihen deuten auf Ersatzwerte hin. Werte in kWh je Viertelstunde ergeben mal 4 die Leistung in kW. Benutzungsstunden unter 1.000 oder über 8.760 zeigen fast immer, dass Jahresmenge und Spitze nicht zusammenpassen.~~

</details>

<details><summary>Was kostet die Bereitstellung des Lastgangs?</summary>

~~Der Export über das Kundenportal des Netzbetreibers ist meist kostenlos. Für laufende Zusendungen, historische Zeiträume oder einen eigenen Portalzugang sehen manche Preisblätter ein Entgelt vor — typischerweise im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Euro-Bereich je Messlokation. Ihr Versorger erhält die Daten ohnehin werktäglich und kann sie weitergeben.~~

</details>

**Weiterlesen**

## **Tiefer in den RLM-Cluster**

[**01**<h3>**RLM & Lastgang — der Ratgeber-Hub**</h3>Alle Themen rund um registrierende Leistungsmessung im Überblick.**Lesen **](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang) [**02**<h3>**RLM-Zähler erklärt**</h3>Pflicht ab 100.000 kWh, Funktionsweise, Kosten und Tarifvorteile.** Lesen **](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/rlm-zaehler) [**03**<h3>**SLP vs RLM im Detail**</h3>Vergleichstabelle, Beispielrechnung und welcher Tarif wann passt.** Lesen **](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/slp-vs-rlm) [**04**<h3>**Peak Shaving**</h3>Lastspitzen kappen, Leistungspreis senken — Strategien und Grenzen.** Lesen **](https://www.e-hoga.com/rlm-zaehler-lastgang/peak-shaving)